Einführung in die IT-Kostenrechnung unter Doppik
Die Abteilung IT hat den Vorteil, dass sie zu 100 Prozent Dienstleister für die Verwaltung ist und weder einen politischen noch gesetzlichen Auftrag erfüllen muß. Diese Abteilung kann wie ein reines Wirtschaftsunternehmen betrachtet werden. Der Unterschied zur freien Wirtschaft besteht darin, dass die IT-Abteilung keine Gewinnerziehlungsabsicht hat. Ziel ist die Verwaltung mit IT-Dienstleistungen zu möglichst geringen und transparenten Kosten zu versorgen.
Um die Kostenrechnung im ITK-Bereich einzuführen, müssen die folgenden Punkte zunächst abgearbeitet werden. Dies ist natürlich nur in Zusammenarbeit mit einem Kaufmann möglich.
1. Ermittlung des Anlagevermögens im gesamten Bereich ITK
- Zentrale Einrichtungen
Datencenter, Server, Tk-Anlagen, Notstromversorgung, Klimaanlagen, Leitungs- und Kabelnetze, Prüf- und Meßtechnik, Software, Lizenzen, Lagerbestände, Reservetechnik
- Dezentrale Einrichtungen
PC-Arbeitsplätze, Drucker, Scanner, Kopierer, Telefonapparate
Hinweis: Der BFH hat entschieden, dass die Peripheriegeräte einer PC-Anlage (Monitor, Drucker, Scanner etc.) in der Regel keine geringwertigen Wirtschaftsgüter sind. Das heißt, sie werden gemeinsam mit dem PC veranlagt und über die Jahre abgeschrieben.
2. Ermitteln der Kosten des ITK-Bereiches
- Personalkosten
- Abschreibung auf das Anlagevermögen
- Kosten für Büro- und Technikräume
- Energiekosten
- Mieten für Festverbindungen, Leitungen, Kabel und Trassen
- Miet- Service- und Lizenzverträge
- Monatliche Verbindungsentgelde und Pauschalen von Sprach-, Mobilfunk- und Internetanbietern
3. Generieren von IT-Produkten
Ein Produkt besteht aus mehreren Artikeln.
Das Produkt "digitales Telefon" z.B. besteht aus einer monatlichen Grundpauschale, mit der die Abschreibungen, Service und andere Kosten umgelegt werden. Weitere Artikel sind Verbindungsentgelde für Ortsnetz-, Fern-, Auslands-, und Mobilfunkverbindungen.
Man könnte aber auch einen Arbeitsplatz als Produkt definieren, der dann aus einem Telefon und einen PC-Arbeitsplatz besteht.
4. Buchungslogik

5. Softwaretechnische Umsetzung
Siehe Software Doppik



